Musik
Ich möchte auf dieser Seite zwei CDs vorstellen, die in
Zusammenarbeit mit zwei isländischen Sängern entstanden sind.
CD1:
Söngvar ljóss og myrkurs
(Helle und dunkle Gesänge) 1993
Inhaltsverzeichnis CD1
CD2:
Sjá dagar komar (Siehe! Tage
kommen) 1997
Inhaltsverzeichnis CD2
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Söngvar ljóss og
myrkurs (Helle
und dunkle Gesänge)
Diese CD entstand in Zusammenarbeit mit dem isländischen Bariton
Sigurður Bragason . Die CD wurde
1993 in Island aufgenommen und ist bisher nur
auf dem isländischen Markt erschienen.
Der Inhalt ist sehr gemischt: Man findet isländische, italienische
und russische Lieder. Der Titel "Helle und dunkle Gesänge" ist
beschreibend für den Inhalt. Die Ausdrucksskala reicht von den
sehr hellen und
lebensfrohen Liedern aus Italien über die etwas schwereren Lieder
aus
Island bis hin zu den sehr dunklen "Liedern und Tänzen des Todes"
von
Mussorgsky. Mit am interessantesten sind die Lieder des
isländischen
Komponisten Jón Leifs. Seine Lieder sind meistens sehr
dunkel,
aber sie haben einen eigenartigen, archaischen Reiz. Seine Lieder sind
sehr
an die alten isländischen Volkslieder angelehnt, viele nennen
Leifs
deshalb den isländischen Bartók.
Inhaltverzeichnis CD1:
Die Links sind kurze Hörbeispiele in MP3-Format
. In den eckigen Klammern sind die Daten für die Ausschnitte. Wenn
Sie noch keinen MP3-Player haben, bitte erst die Info-Seite lesen.
Hier einige Pressestimmen:
Pressan, Reykjavík, Dezember 1993
Dieser Künstler hat eine fazinierende und leidenschaftliche
Stimme, ohne jemals unecht zu werden. Er erlebt die Lieder so stark,
daß es eine Wohltat ist, ihn zu höhren. Einige von den
Liedern (...) sind
so schön gesungen, daß man fast mit den Tränen
kämpfen
muß. - (Die CD bekam mit vier Sternen die
höchstmögliche
Bewertung.)
"Opera Now", Dez. 1993. Bericht über Konzerte in der Wigmore
Hall, London
The Icelandic folk-songs then displayed a good Legato, then (...) he
produced a fine head-voice in a song by Kaldalóns, and
finally, in an italian group, Resphighi´s "Nebbie" discovered an
unsuspected richness of timbre. (...) These Singers were all of course
accompanied by a pianist: with Bragason the accomplished Hjálmur
Sighvatsson. (...)
John Steane
Rhein-Sieg-Rundschau 10.12.94
Sigurdur Bragason und sein sensibler Begleiter Hjalmur Sighvatsson
verstanden es ausgezeichnet, den unterschiedlichen Stimmungen Ausdruck
zu verleihen, wobei Gefühl und Atmosphäre den beiden
wichtiger schien, als Intellektualität und Perfektionismus: eine
Wohltat für die Zuhörer.
Sjá dagar koma (Siehe, Tage kommen)
Diese CD entstand 1997 in Zusammenarbeit mit dem isländischen
Tenor Kolbeinn Jón Ketilsson . Die
Lieder der CD sind allesamt isländisch, und sind Beispiele der
romantischen Tradition in Island. Neun der Lieder sind von dem
Komponisten Sigvaldi Kaldalóns. Er stand sehr unter
italienischen Einflüssen, nicht am wenigsten durch seinen Bruder,
der in Italien Gesang studiert hat. Viele der Stücke sind recht
dramatisch, andere aber auch milder. Sehr beliebt sind die Lieder Á
Sprengisandi (Ein Reiterlied von
Kaldalóns) und Sofðu unga ástin mín (Volkslied).
Die CD hat sehr lobende Kritiken in der isländischen Presse
bekommen.

Inhaltsverzeichnis CD2:
Die Links sind Beispiele in MP3-Format
.
Die Daten der Ausschnitte sind in den eckigen Klammern.

Über die Musiker
Sigurður Bragason Bariton
Sigurður Bragason wurde 1954 in Island
geboren. Nach
dem Gesangsstudium in seiner Heimatstadt Reykjavík führten
ihn weitere Studien auf das europäische Festland, wo er bei Pier
Miranda Ferraro in Mailand
und in Meisterklassen bei Gerard Souzay und Kostas Paskalis seine
Ausbildung
vollendete.
Seine rege Konzerttätigkeit hat ihn inzwischen in viele
Länder der Welt geführt. Er trat an Opernhäusern, im
Fernsehen und Hörfunk auf. In seinem Opernrepertoire sind u.a.
Rollen aus La Boheme, Tosca, Dido und Aeneas (Aeneas), Brittens "Lets
make an Opera", und Alloris "Le Sette Parole di Nostro Signore"
(Kristus). Er ist ein begehrter Interpret der
neueren isländischen Musik. Die Hauptrolle in einer neuen Oper
(Die
Mondscheininsel) des isländischen Komponisten Atli Heimir
Sveinsson
wurde für ihn komponiert, und von Herrn Bragason während
einer
Tournee in Deutschland im Juni 1995 uraufgeführt.
Außer in seiner Heimat trat er u.a in den skandinavischen
Ländern, in Deutschland, England, Frankreich, in den USA und in
Argentinien auf.
Er gab Konzerte u.a. im Beethoven-Haus, Bonn, Wigmore Hall, London, The
Corcoran, Washington und bei dem Musikfestival "Encuentros
95" in Buenos Aires. Im Rahmen des Festivals "Kulturhauptstadt
Europas" gab
er 1997 in Kopenhagen ein Konzert, und später im selben Jahr
in
New York (Carnegie Hall). Dieses Jahr (1998) konzertiert er zum dritten
Mal im Bonner Beethoven-Haus.
In den Jahren 1989 und 1990 erschienen seine ersten Schallplatten und
1993 eine CD mit russischen, italienischen und isländischen
Liedern
unter dem Titel "Helle und dunkle Gesänge". Eine weitere CD ist
1995
erschienen, mit Liedern von Chopin, Liszt und Rachmaninoff.
Kolbeinn Jón Ketilsson Tenor
Jon Ketilsson wurde in Island geboren. Nach
dem Abitur
und Diplom der
Isländischen Handelsschule begann er Gesangsunterricht zu nehmen
und
absolvierte 1988 sein Musikstudium an der "Neuen Musikschule" in
Reykjavik.
l990 - 1993 studierte er an der Hochschule für Musik und
darstellende Kunst in Wien (Diplom: Oper)
Hiernach rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland, sowie
Mitwirkung in Radio- und Fernsehproduktionen, sowie CD - Aufnahmen.
Im Herbst 1993 fand sein professionelles Operndebut an der Prager
Staatsoper als Alfredo in La Traviata statt. Kurz danach sang er dort
auch den Florestan in Beethoven's "Leonore".
Im Frühjhahr 1994 sang Ketilsson den Sergej in einer Neuproduktion
von Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" am Volkstheater Rostock.
April '94: Tournee nach Süd-Korea mit Arien und
Duetten aus Operetten.
Mai '94: Tenorsolo in 9. Symphonie von L.v. Beethoven
mit dem Isländischen Synfonieorchester Reykjavik.
Juni '94: Carl Orffs "Carmina Burana" (Tenorsolo) im
Wiener Musikverein.
März '95: Alfredo (Traviata) an der Isländischen Oper
in Reykjavik und Tenorsolo im Messias (Händel) sowie Tenorarien in
der Johannespassion (Bach).
Nov. '95: Requiem von A. Dvorak in der Musikhalle Hamburg mit den
Hamburger Synfonikern.
Herbst '95: Engagement am Stadttheater Hildesheim.
Sept. '95: Titelpartie in Hoffmanns Erzahlungen (Michael Kaye -
Fassung).
Weitere Partien in Hildesheim bis Juni '97: Tamino
(Zauberflöte), Königssohn (Königskinder), Ladislav (Zwei
Witwen), Macduff (Macbeth), Erik (Fliegender Hollander) und Graf Zedlau
(Wiener Blut). Diese Partie
sang er auch am Staatstheater Darmstadt.
Aug. '96: Rudolf (La Boheme) in Duisburg.
Marz '97: Tenorsolo in "Elias" (Mendelsohn) in Schwerin.
Apl-il '97: Max (Freischütz) in Dortmund.
Herbst '97: Engagement als jugendl. Heldentenor in Dortmund.
Okt. '97: Aeneas (Les Troyens von Berlioz) in Dortmund.
Nov. '97: Max in Dortmund.
Jan. '98: Cavaradossi (Tosca) in Dortmund.
Marz '98: Max in Frankfurt.
Juni '98: Erik (Fliegende Hollander) in Dortmund.
Juli '98: Aeneas in Sao Carlos, Lissabon.
Nov. '98: Bacchus (Ariadne auf Naxos) in Lausanne.
Ab Herbst '98 Engagement am Opernhaus Köln.
Kommende Aufgaben u.a. : Graf Hugo in "Faust" von Ludwig Spohr am
Theater an der Wien, Sommer '99. Macduff in Köln, Don Jose in
Köln, 2000, Max in Lausanne, Mai 2000. Cavaradossi in Genf 2001.
Hjálmur Sighvatsson Klavier
Hjálmur Sighvatsson wurde 1954
in Island
geboren. Er studierte zuerst an der Musikhochschule in Reykjavík
bei Halldór Haraldsson. Nach Abschlüssen als Musiklehrer,
Klavierlehrer und Solist kam er
für weitere Studien nach Deutschland; zunächst bei Pavel
Gililov
in Köln, dann in Düsseldorf bei Prof. Max Martin Stein und
Mechthild
Stein. Hjálmur Sighvatsson lebt seit 1982 in Deutschland und hat
hier als Gesangsbegleiter in zahlreichen Konzerten mitgewirkt, u.a. im
Bonner
Beethovenhaus. Er trat auf in "The Wigmore Hall" in London. (1993),
"The
Corcoran Art Museum" in Washington (1995) und in "The Carnegie Hall" in
New York (1996). Seine erste CD erschien 1993 mit Liedern von
Mussorgsky
(Lieder und Tänze des Todes) und italienischen und
isländischen
Komponisten. Eine weitere CD mit isländischen Liedern, erschien
1997.
Seit 1990 unterrichtet er im Fach Klavier an der
Clara-Schumann-Musikschule
in Düsseldorf.
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